
Die Anfrage war ungewöhnlich präzise. Ein internationaler Gast setzte seine Europareise mit seinem Sohn fort, der seine Begeisterung für aussergewöhnliche Autos teilte. Vor der Weiterfahrt in andere Länder wollten beide noch jene Schweiz erleben, die auf keiner Postkarte vollständig Platz findet. Gesucht war ein Ferrari mit Mittelmotor, frei saugendem V8 und genügend Charakter, um aus jeder Passstrasse mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Tälern zu machen. Seine klare Präferenz war der Ferrari 458 Italia.
Eine ganze Woche passte nicht in den Reiseplan. Deshalb wurde das 48-Stunden-Erlebnis um weitere 24 Stunden ergänzt. Die daraus entstandenen 72 Stunden verbanden die erste Nacht in Zürich mit zwei Nächten im Radisson Blu Hotel Reussen in Andermatt. Von dort führten zwei sorgfältig aufgebaute Fahrtage zum Furkapass, Nufenenpass, Sustenpass und Grimselpass, ergänzt um Schöllenenschlucht, Vierwaldstättersee und einen Abstecher ins Lauterbrunnental.
Eine Reise für Vater und Sohn, gebaut rund um den Ferrari 458
Kein hektischer Versuch, möglichst viele Punkte abzuhaken, sondern drei Tage mit einer klaren Dramaturgie: Zürich als Auftakt, Andermatt als alpine Basis und jeder Pass mit seinem eigenen Charakter.
Warum der Ferrari 458 Italia für diese Reise gewählt wurde
Der 458 Italia war keine zufällige Wahl. Sein 4,5 Liter V8 sitzt direkt hinter den Passagieren, kommt ohne Turbolader aus und dreht bis 9.000 Umdrehungen pro Minute. Auf den Schweizer Passstrassen entsteht die Intensität nicht durch Höchstgeschwindigkeit, sondern durch unmittelbares Ansprechen, präzise Lenkung, schnelle Gangwechsel und den Klang, der sich mit jeder Steigung verändert.
Gerade auf einer Reise von Vater und Sohn zählt auch die gemeinsame Erinnerung. Die kompakte Kabine, die Aussicht durch die breite Frontscheibe und jede bewusst gewählte Pause machen den Weg zum eigentlichen Ziel. Der Ferrari bleibt dabei präsent, ohne die Landschaft zu überdecken.

Tag 1. Ankommen in Zürich und den Rhythmus finden
Nach der Übergabe blieb der erste Abend entspannt. Vater und Sohn lernten den Ferrari auf vertrauteren Strassen kennen, passten Sitzposition und Fahrmodus an und liessen die Stadt zur Kulisse werden. Die Übernachtung in Zürich vermied Zeitdruck nach der internationalen Anreise und sorgte dafür, dass der lange Alpenteil am nächsten Morgen ausgeruht beginnen konnte.
Die Strecke nach Andermatt führte am Vierwaldstättersee vorbei und später in die Schöllenenschlucht. Teufelsbrücke, Reuss und steile Felswände erzählen hier, weshalb die Gotthardroute über Jahrhunderte zu den bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen Europas gehörte. Kurz danach erreichten sie das Radisson Blu Hotel Reussen, Andermatt, das für die folgenden zwei Nächte zur Basis wurde.
Die folgenden Passabschnitte folgen der tatsächlichen Reihenfolge der dokumentierten Reise; die spätere Tabelle zur Drei-Pässe-Runde beschreibt dagegen einen eigenständigen Routenvorschlag.
Furkapass fahren: Auftakt der Drei-Pässe-Fahrt
Ab Andermatt führt die Furka über Realp Richtung Gletsch. Plane die schmaler wirkenden Abschnitte und Fotostopps bewusst ein. Auf der westlichen Seite kannst du die Route zum Grimsel fortsetzen; bei schlechter Sicht ist ein Umplanen sinnvoller als das Erzwingen der Runde.
Von Andermatt ging es über Realp zum Furkapass auf 2.429 Metern. Die Ostseite verlangt Aufmerksamkeit: enge Kehren, offene Hänge und schnelle Wetterwechsel lassen kaum einen Abschnitt belanglos wirken. Kurz hinter der Passhöhe erscheint die berühmte Kurve am historischen Hotel Belvédère. Darunter liegt der Rhonegletscher, die Quelle eines der wichtigsten Flüsse Europas.
Was den Furka besonders macht, ist seine filmische Wirkung. Die Strasse war Schauplatz von Goldfinger, doch in Wirklichkeit wirkt sie noch grösser als auf der Leinwand. Der 458 passte hier perfekt in die Szenerie. Seine roten Flächen standen klar gegen grauen Fels, Schneereste und das tiefe Grün des Urserentals.

Nufenenpass fahren: ein eigener Tag zwischen Wallis und Tessin
Die Verbindung von Ulrichen nach Airolo ergänzt eine mehrtägige Alpenreise. Für die Rückkehr nach Andermatt muss auch der weitere Weg, etwa über den Gotthard, offen und geeignet sein. Der Nufenen ist kein kleiner Abstecher innerhalb einer knappen Furka-Grimsel-Susten-Runde.
Nach der Abfahrt nach Gletsch führte die Route durch das obere Rhonetal nach Ulrichen und hinauf zum Nufenenpass auf 2.478 Metern. Er verbindet das Wallis mit dem Tessin und fühlt sich deutlich anders an als der Furka. Die Strasse ist breiter, die Hänge wirken offener und die langen Steigungen geben dem Fahrer Zeit, einen fliessenden Rhythmus aufzubauen.
Nahe der Passhöhe reicht der Blick über eine karge Hochalpenlandschaft bis zu vergletscherten Gipfeln. Für den Ferrari bedeutete das weniger enge Dramaturgie als am Furka, dafür lange, übersichtliche Linien und eine beeindruckende Veränderung der Landschaft zwischen deutscher und italienischer Schweiz.

Sustenpass fahren: Verbindung zwischen Innertkirchen und Wassen
Für die Drei-Pässe-Runde verbindet der Susten das Haslital mit dem Reusstal. Plane den Pass bei Tageslicht und guter Sicht. Besonders zu Saisonbeginn zählt die bestätigte Öffnung, nicht allein der Kalendermonat.
Der zweite grosse Fahrtag begann früh. Über Wassen erreichten sie die Ostrampe des Sustenpasses. Die 1945 eröffnete Strasse wurde bewusst für den modernen Verkehr gebaut. Das merkt man an ihrer harmonischen Linienführung, den gut lesbaren Kurven und den Tunnelfenstern, die immer wieder neue Ausschnitte der Bergwelt freigeben.
Am Steingletscher wird die Landschaft besonders eindrucksvoll. Wasserfälle fallen über dunklen Fels, während die Strasse in weiten Bögen an Höhe gewinnt. Unter den vier Pässen ist der Susten vielleicht derjenige, auf dem Fahrwerk, Balance und Lenkung des Ferrari 458 am deutlichsten miteinander sprechen.

Lauterbrunnen. Ein Abstecher in das Tal der 72 Wasserfälle
Hinter Innertkirchen öffnet sich das Berner Oberland. Statt sofort zum Grimsel zurückzukehren, verlängerten Vater und Sohn die Route über Meiringen und am Brienzersee entlang nach Lauterbrunnen. Das Tal ist von fast senkrechten Felswänden eingefasst und für seine 72 Wasserfälle bekannt. Der Staubbachfall fällt rund 297 Meter über die Kante und ist bereits vom Dorf aus sichtbar.
Wer mehr Zeit einplant, kann auch die Aareschlucht bei Meiringen oder einen ruhigen Halt am Brienzersee ergänzen. Für diese Reise genügte der Kontrast: am Vormittag die technische Präzision des Susten, am Nachmittag ein Tal, das selbst ohne Passhöhe zu den grossen Landschaftserlebnissen der Schweiz gehört.
Grimselpass fahren: von Gletsch nach Innertkirchen
Zwischen Furka und Susten ist der Grimsel die logische Verbindung über Gletsch und Innertkirchen. Halte an den Seen nur auf geeigneten Flächen. Reserviere Zeit für Pausen, ohne anschliessend fehlende Minuten auf der Strasse aufholen zu müssen.
Auf der Rückfahrt führte die Strasse zum Grimselpass auf 2.164 Metern. Räterichsbodensee, Grimselsee und Totensee liegen zwischen glatten Granitflächen und massiven Staumauern. Die Landschaft wirkt rauer und technischer als am Susten, fast wie eine Bühne aus Stein und Wasser.
Der Grimsel liegt auf der europäischen Wasserscheide. Nördlich fliesst das Wasser über die Aare zum Rhein und in die Nordsee, südlich über die Rhone zum Mittelmeer. Genau diese geografische Dimension macht den Pass besonders. Hinter Gletsch schloss sich der Kreis, bevor die Reise über den Furka zurück nach Andermatt führte.

Nicht die Anzahl der Kilometer blieb in Erinnerung, sondern der Wechsel aus Klang, Landschaft und gemeinsamer Zeit. Jeder Pass zeigte einen anderen Charakter des Ferrari 458 Italia.
Tag 4. Rückkehr nach Zürich und Weiterreise durch Europa
Nach der zweiten Nacht in Andermatt begann der letzte Abschnitt zurück nach Zürich. Die 72 Stunden blieben damit kompakt genug für den weiteren europäischen Reiseplan und lang genug, um die vier Pässe nicht wie eine Checkliste zu behandeln. Bei der Rückgabe war der Ferrari nicht nur das Auto gewesen, das sie gewählt hatten. Er war zum roten Faden einer gemeinsamen Reise geworden.
So wird eine Tour über vier Alpenpässe realistisch
Furka, Nufenen, Susten und Grimsel sind saisonale Hochalpenstrassen. Sie öffnen je nach Schneelage meist erst im Frühsommer und können bei Neuschnee, Starkregen oder Räumungsarbeiten kurzfristig geschlossen werden. Vor jeder Fahrt müssen deshalb offizielle Verkehrsmeldungen, Wetter und Sicht geprüft werden. Karten zeigen eine Planung, keine Garantie für eine befahrbare Route.
Für eine entspannte Reise sind frühe Starts, Pausen und alternative Talrouten wichtiger als ein starrer Zeitplan. Andermatt ist dafür eine starke Basis, weil mehrere Richtungen offenbleiben. Weitere Ideen findest du in unserem Überblick zu schönen Fahrstrecken ab Zürich und in der Geschichte der Ferrari 458 Fahrt zum Klausenpass.
Übergabe für Alpenfahrten: Ferrari mieten Andermatt.
Drei-Pässe-Fahrt ab Andermatt: Furka, Grimsel und Susten
Du suchst eine Furka Susten Grimsel Route zum Selbstfahren? Eine geografisch sinnvolle Reihenfolge ab Andermatt führt zuerst über die Furka nach Gletsch, dann über den Grimsel nach Innertkirchen und über den Susten zurück nach Wassen. Von dort geht es nach Andermatt. So entsteht eine Runde statt einer Reihe unnötiger Hin- und Rückfahrten. Die folgende Planung ist ein Vorschlag für deine eigene Fahrt, keine kilometergenaue Rekonstruktion der Kundenreise oben.
| Reihenfolge | Etappe | Ungefähre Kilometer | Reine Fahrzeit | Saison |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Andermatt → Realp → Furkapass → Gletsch | 30–35 km | 50–65 Min. | Nach Passöffnung, meist Juni bis Oktober |
| 2 | Gletsch → Grimselpass → Innertkirchen | 30–35 km | 45–60 Min. | Nach Passöffnung, meist Juni bis Oktober |
| 3 | Innertkirchen → Sustenpass → Wassen | 40–45 km | 60–75 Min. | Oft erst ab Juni, bis etwa Oktober |
| 4 | Wassen → Göschenen → Andermatt | 15–20 km | 20–30 Min. | Zufahrt nach aktueller Verkehrslage |
| Gesamt | Rundfahrt ohne Anreise aus Zürich | 115–135 km | Rund 3–4 Std. | Nur wenn alle drei Passstrassen offen sind |
Das sind gerundete Planungswerte für die Strassenroute, ohne Staus, Baustellen, Mittagessen und Fotostopps. Plane für die Runde eher 5–7 Stunden vor Ort. Die An- und Rückreise aus dem Raum Zürich kommt hinzu. Für eine entspannte Drei-Pässe-Fahrt ist eine Übernachtung in Andermatt sinnvoller als ein enges Halbtagesfenster ab Zürich.
Den Nufenenpass als zweiten Fahrtag ergänzen
Der Nufenen gehört nicht zur oben beschriebenen Drei-Pässe-Runde. Eine separate Runde verbindet Andermatt, Furka, Ulrichen, Nufenen, Airolo und den Gotthardpass zurück nach Andermatt. Rechne grob mit 105–120 km und 3–4 Stunden reiner Fahrzeit. Plane mit Pausen einen eigenen Tag und prüfe auch die Öffnung des Gotthards. Besprich die Strassenwahl mit uns; eine gepflasterte Tremola-Fahrt ist keine automatische Empfehlung für den tiefen Ferrari.
Beste Reisezeit und Wintersperren
Für eine erste Planung bietet sich Juli bis September an. Auch dann können Schnee, Nebel oder Gewitter eine Änderung verlangen. Frühling und Spätherbst sind für eine fest zugesagte Runde über alle drei Pässe ungeeignet. Die Öffnung fällt je nach Schneelage unterschiedlich aus; der Susten kann später öffnen als andere Übergänge. Wähle nach Möglichkeit einen Werktag ausserhalb von Feiertagen und beginne bei guten Bedingungen am Morgen. Das kann Ausflugsverkehr reduzieren, garantiert aber keine freie Strasse.
Prüfe unmittelbar vor der Fahrt den Passstatus der IG Alpenpässe und die Wetterprognose von MeteoSchweiz. Die Passstrassen müssen als Zwischenziele in der Navigation stehen; eine Tunnelverbindung ersetzt das geplante Passerlebnis nicht. Weitere Möglichkeiten findest du im Guide für Alpenpässe mit dem Sportwagen.
Weekend Escape oder Weekday Privilege für deine Alpenreise
Weekend Escape 500: 48 Stunden mit 500 km für CHF 1’990. Für eine längere Route gibt es 800 km für CHF 2’790. Anreise, Rückfahrt und alle Abstecher zählen zum Gesamtkontingent. Eine 72-Stunden-Miete wie in der Geschichte wird individuell angeboten; sie ist nicht im 48-Stunden-Preis enthalten.
Weekday Privilege: Montag bis Freitag mit 700 km für CHF 2’480. Das grössere Zeitfenster erlaubt es dir, die Passfahrt innerhalb deiner Mietdauer besser an die Prognose anzupassen. Hotels, Mahlzeiten und Aktivitäten sind nicht enthalten. Verfügbarkeit, genaue Zeiten und Bedingungen bestätigen wir vor der Buchung.
Häufig gestellte Fragen
Reichen 72 Stunden für Furka, Nufenen, Susten und Grimsel?
Ja, bei offenen Pässen, stabiler Wetterlage und einem realistischen Tagesplan. Zwei Nächte in Andermatt schaffen eine zentrale Basis. Die Reihenfolge sollte dennoch jederzeit an Verkehr, Sicht und Strassenzustand angepasst werden.
Warum eignet sich Andermatt als Basis für eine Alpenpässe Tour?
Andermatt liegt zwischen mehreren der bekanntesten Schweizer Passstrassen. Von hier lassen sich Furka und Nufenen sowie Susten und Grimsel zu unterschiedlichen Tagestouren verbinden.
Wann sind die vier Alpenpässe normalerweise geöffnet?
Die Hochalpenpässe sind saisonal und meist vom Frühsommer bis in den Herbst befahrbar. Der genaue Zeitraum hängt von Schnee, Wetter und Räumungsarbeiten ab. Prüfe den aktuellen Status unmittelbar vor der Fahrt.
Kann ein 48-Stunden-Paket auf 72 Stunden verlängert werden?
Eine zusätzliche Mietdauer kann je nach Verfügbarkeit individuell angefragt werden. Bei diesem Kundenwunsch wurden zum 48-Stunden-Erlebnis weitere 24 Stunden ergänzt.
Den Startpunkt zur Alpenroute wählen
Für diese Drei-Pässe-Runde findest du die aktuellen Übergabeinformationen auf Ferrari mieten Andermatt; normalerweise erfolgt die Abholung in Altdorf UR. Für einen eigenen Fahrtag in Graubünden helfen Ferrari mieten Chur und Ferrari mieten Davos bei der Planung. Davos-Abholungen werden normalerweise in Chur organisiert. Diese Bündner Etappe liegt ausserhalb der hier beschriebenen Runde.